Wo die Arktis auf die Antarktis trifft: Warum diese Pole so unterschiedlich sind

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Man kann leicht zwischen der Arktis und der Antarktis verwechseln. Sie sitzen auf entgegengesetzten Seiten der Erde, haben aber eine gemeinsame Namensstruktur, die die Menschen täuscht. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sich Geologie, Politik und Klima in jeder Zone unterschiedlich verhalten.

Warum ist die Arktis nach einem Bären benannt?

Das Wort arktisch geht auf das griechische Wort arktos zurück, was Bär bedeutet. Antike Seefahrer, gesteuert vom Großen Bären (Ursa Major) und dem Kleinen Bären (Ursa Minor). Diese Sternbilder tauchen nie unter den Nordhorizont ab. Sie dienten als Fixpunkte für Segler, die sich nicht auf modernes GPS verlassen konnten. Die Benennung blieb bestehen, lange nachdem die Sterne nicht mehr das primäre Orientierungsinstrument waren.

Wie unterscheiden sich die geografischen Grenzen zwischen den Polen?

Die Antarktis ist ein eigenständiger Kontinent. Es befindet sich am Boden der Erde und liegt etwa 98 % der Zeit unter Eis. Die Arktis ist chaotischer. Es gibt keine einzige Landmasse. Stattdessen umschlingt es den Nordpol über Meer und Land.

Das Territorium umfasst Teile von sechs Anrainerstaaten des Arktischen Ozeans:
– Kanada
– Vereinigte Staaten
– Grönland (Dänemark)
– Russland
– Norwegen
– Island

Schweden und Finnland kommen manchmal hinzu. Der Kern der Arktis besteht aus gefrorenem Ozean, dem so genannten Packeis. Dies ist ein wesentlicher Unterschied. Die Antarktis ist unter Eis eingeschlossenes Land. Die Arktis besteht aus Eis, das an Land und auf dem Wasser eingeschlossen ist.

Welche Region hat mehr bergiges Gelände?

Die antarktische Landschaft ist rau. Gebirgsketten dominieren das Bild, und Vulkane ragen aus dem Meer. Die Arktis ist insgesamt flacher. Dort gibt es eine alpine Landschaft, die die Region jedoch nicht so prägt wie im Süden. Wenn Sie nach dramatischen Höhenunterschieden suchen, gewinnt die Antarktis. Wenn Sie auf der Suche nach riesigen, flachen Flächen gefrorenen Meeres sind, sind Sie in der Arktis genau richtig.

Welche Tiere leben tatsächlich in den Polarregionen?

Die biologische Landschaft ist stark zwischen der Ober- und Unterseite des Planeten gespalten. Die Antarktis bleibt biologisch nahezu leer. Sie werden dort kein weitläufiges Ökosystem finden. Leben existiert, aber es klammert sich an die Ränder oder drängt sich in engen Kolonien zusammen. Der Kaiserpinguin ist das Aushängeschild dieser Isolation. Menschen sind nicht anders. Eine Handvoll Forscher besetzen den Kontinent für bestimmte Projekte und verlassen ihn dann. Keine ständigen Bewohner.

Die Arktis erzählt eine ganz andere Geschichte. Es ist voll.

  • Polarfüchse
  • Rentier
  • Walrosse
  • Siegel
  • Eisbären

Diese Arten haben sich an die Kälte angepasst. Noch bemerkenswerter ist, dass dort seit Jahrtausenden menschliche Gemeinschaften gedeihen. Die Völker der Inuit und Sami (Lappen) entwickelten Kulturen, die eng mit diesen harten Bedingungen verknüpft waren. Sie überlebten nicht nur das Klima; Sie haben es gemeistert.

Warum die Antarktis kälter ist als die Arktis

Man könnte annehmen, dass die Pole gleichermaßen kalt sind. Das sind sie nicht. Die Antarktis hält den Rekord für die kältesten Temperaturen, die jemals auf der Erde gemessen wurden. Warum? Es geht nicht nur um den Spielraum.

Die Höhe spielt eine große Rolle. Der antarktische Kontinent ist eine hochgelegene Eisdecke. Niedrige Sonneneinstrahlungswinkel verstärken den Effekt. Meeresströmungen isolieren die Landmasse und verhindern so, dass warmes Wasser die Küste temperiert. Schließlich reflektiert das strahlend weiße Eis einen erheblichen Teil der Sonnenstrahlung zurück in den Weltraum.

An der antarktischen Küste liegen die Durchschnittstemperaturen bei etwa -10 °C. Gehen Sie landeinwärts, und das Quecksilber sinkt. Auf 1.000 Metern über dem Meeresspiegel ist mit -20 °C zu rechnen. An der Wostok-Station, die auf 3.500 Metern liegt, liegen die Durchschnittstemperaturen bei -55 °C.

Die Arktis ist im Durchschnitt milder. Die Jahrestemperaturen liegen typischerweise bei etwa -10 °C. Dies ist teilweise auf große saisonale Schwankungen zurückzuführen. Der Sommer erwärmt das Land erheblich und führt zu einem Anstieg des Jahresdurchschnitts. Es kommt zu extremen Einbrüchen. Die North Ice -Station verzeichnete einst -70 °C. Aber das ist ein Ausreißer, nicht die Norm.

Die Situation ändert sich jedoch. Die letzten Jahre zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend der arktischen Temperaturen. Im November 2016 lagen die Messwerte 15 bis 20 °C über dem saisonalen Normalwert. Das Thermometer zeigte -5 °C an, wo es -25 °C hätte sein sollen. Die Kluft zwischen den beiden Polen schließt sich, nicht in Bezug auf die Lage, sondern in Bezug auf die Wärme.