Lee Simonson hat nicht nur Bühnenbilder entworfen. Er sprengte die Formen des amerikanischen Theaters.
Simonson wurde 1888 in New York City geboren und wuchs damit auf, zu beobachten, wie die Bühne im Trott stecken blieb. Der traditionelle Realismus herrschte vor. Aufwändige Illusionen realer Räume. Schwere Vorhänge. Bemalte Hintergründe, die sich zu sehr bemühten, wie das wirkliche Leben auszusehen. Simonson hatte nichts von dieser Geduld.
Er studierte in Harvard. Dann Paris. Er sah, wie andere Kulturen an Leistung herangingen. Er kam mit dem Plan nach New York zurück, die Fälschung zu entfernen.
Im Jahr 1915 begann er, für die Washington Square Players zu entwerfen. Es war eine düstere, experimentelle Gruppe. Nicht der elegante Broadway späterer Jahre. Das war roh. Real. Und es passte perfekt zu Simonsons Stil.
Vier Jahre später war er Mitbegründer der Theatre Guild. Er saß von 1919 bis 1940 im Vorstand. In diesen drei Jahrzehnten entwarf er Bühnenbilder für über 75 Produktionen. Viele davon wurden von der Gilde gesponsert. Er ist nicht einfach aufgetaucht. Er prägte die Bildsprache des amerikanischen Dramas.
Aufwendige Illusionen ablehnen
Wie hat Lee Simonson das Theaterdesign verändert? Indem man den Realismus ignoriert.
Er nutzte Konventionen. Frank, einfache Konventionen, die der Bedeutung des Stücks entsprachen. Nicht umgekehrt.
Nehmen Sie Faithful von John Masefield aus dem Jahr 1919. Simonson hat keinen Raum gebaut. Er verwendete japanische Bildschirme. Minimal. Eindrucksvoll. Es ließ die Schauspieler sich bewegen. Es ließ das Publikum sich den Rest vorstellen.
Dann gab es „Zurück nach Methusalem“ von George Bernard Shaw aus dem Jahr 1922. Ein gewaltiges Stück. Simonson projizierte Laternendias. Keine schweren Möbel. Keine künstlichen Wände. Nur Licht und Bild. Es war krass. Es hat funktioniert.
Jenseits der Bühne
Simonson war nicht nur ein Designer. Er war ein Tausendsassa in den Künsten.
Er war Kunstkritiker. Ein Maler. Ein Zeitschriftenredakteur. Ein Theaterberater. Er hat darüber Bücher geschrieben.
Die Bühne ist bereit (1932). Ein wichtiger Essay über das Theater. Dort erklärte er seine Philosophie. Kein Flaum. Übe einfach.
Teil eines Lebens (1943). Seine Autobiographie. Er schaute zurück. Er erinnerte sich an die Anfangszeit. Der Kampf gegen die Tradition.
Die Kunst des szenischen Designs (1950). Ein späteres Werk. Aber die Ideen waren die gleichen. Design sollte der Geschichte dienen. Versteck dich nicht dahinter.
Warum es heute wichtig ist
Wir reden immer noch über Simonson. Nicht weil er zu seiner Zeit berühmt war. Obwohl er es war. Sondern weil er die Art und Weise verändert hat, wie wir die Bühne sehen.
Der Realismus hat seinen Platz. Aber es ist nicht der einzige Weg. Simonson hat bewiesen, dass Vorschläge oft stärker sind als Aussagen.
Er starb am 23. Januar 1967 in Yonkers, New York. Die Bühne ist weitergegangen. Aber der Geist dieser japanischen Leinwände und projizierten Dias bleibt bestehen.
Das nächste Mal sehen Sie ein Stück mit minimalen Sets. Denken Sie an ihn. Denken Sie an die Freiheit, die er den Designern gab. Und die Schauspieler.
Er hat keine Mauern gebaut. Er baute Möglichkeiten auf.
Und das ist immer noch der beste Weg, eine Show zu beginnen

























