Billionen Sonnen

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Das Universum hatte nur 5 % seiner heutigen Größe. Ich bin immer noch am Babymachen. 670 Millionen Jahre alt. Und dort leuchtete etwas Riesiges. Eine Billion Sonnen. Heller als jeder Stern in seiner Galaxie zusammen.

Endlich haben wir es gesehen.

Um es zu finden, nutzten Wissenschaftler das Euklid-Teleskop, das 2023 von der Europäischen Weltraumorganisation ins Leben gerufen wurde. Sie fanden 31 von Schwarzen Löchern angetriebene Quasare aus dem frühen Kosmos. Eines ist das älteste, das jemals aufgezeichnet wurde. Der Rest? Einfach eine riesige Beute. Zuvor verbrachten Astronomen zehn Jahre damit, zehn dieser entfernten Objekte zu finden. Euklid schaffte das Dreifache in einem Jahr.

Quasare sind chaotisch. Eigentlich gewalttätig. Sie passieren, wenn ein supermassereiches Schwarzes Loch frisst. Gas, Staub, alles wirbelt zu einer Akkretionsscheibe. Die Schwerkraft zerquetscht es. Reibungsspitzen. Die Materie leuchtet so hell, dass sie die Muttergalaxie übertönt. Sie auf diese Entfernungen zu finden, ist, als würde man einen Streichholzschlag in einem Hurrikan entdecken. Oder vielleicht ein Leuchtturm. Ihr Licht vermischt sich mit Sternen im Vordergrund. Es ist leicht zu übersehen.

Deshalb ist diese Entdeckung wichtig. Wir fragen uns seit Jahrzehnten, wie supermassive Schwarze Löcher so schnell so schwer werden. Jetzt haben wir Daten. Nicht nur Vermutungen.

Daming Yang, ein Teamleiter der Universität Leiden, nannte sie Schätze aus den Kinderschuhen des Universums. Sie zu studieren erklärt das Geheimnis. Aber wirklich? Die Arbeit geht jetzt einfach schneller.

Der wahre Preis sind nicht nur die lautesten Stimmen im Raum. Euklid nahm auch schwächeres Flüstern wahr. Vorher sahen wir nur die hellsten Wenigen. Jetzt können wir Quasare als Population betrachten. Keine Einzelfälle. Ein Muster.

Zwölf davon ereigneten sich etwa 770 Millionen Jahre nach dem Urknall. Zwei waren älter. Viel älter. EUCL J1729, aber es gibt lange Namen, der andere ist auch EUCL J125. Sie waren 13 Milliarden Lichtjahre entfernt. Existierte, als die Zeit noch jung war. Dieser Befund verdoppelt unsere Zählung dieser alten Motoren mehr als.

„Es ist ein großer Schritt zum Verständnis … auf einer grundlegenderen Ebene.“

Antonio La Marca von der ESA sagte, wir hätten endlich eine Volkszählung. Nicht nur eine Handvoll heller Lichter. Eine Umfrage.

Sie existierten während der Epoche der Reionisierung. Die Zeit, in der das dunkle Zeitalter endete. Photonen könnten sich endlich frei bewegen. 680 Millionen bis 1,1 Milliarden Jahre. Im Grunde ging das Licht an. Diese einunddreißig Objekte ermöglichen uns einen Blick in diesen Übergang.

Valeria Pettorino nannte sie Zeitmaschinen. Seltene Dinge. Sie zeigen, wie die ersten Galaxien entstanden. Was seltsam ist, denn das Universum besteht sowieso größtenteils aus unsichtbarem Zeug. Dunkle Materie. Dunkle Energie. Euklids Aufgabe ist es, dieses „dunkle Universum“ zu kartieren, indem er herausfindet, was noch übrig ist. Scharfe Bildgebung. Infrarotsicht. Weltraumbasierte Perspektive.

Wir haben die Volkszählung. Das Teleskop erledigte die schwere Arbeit. Aber was machen wir mit all diesen frühen Daten? Wir starren auf den Bildschirm und staunen.

„Sie sind an sich schon interessant“, sagte Pettorino.

Vielleicht. Vielleicht ist der nächste heller.