Es wurde bestätigt, dass eine einzigartige Ameisenart in Japan, Temnothorax kinomurai, ausschließlich aus Königinnen ohne Männchen oder Arbeiterkasten besteht. Dies ist das erste bekannte Beispiel einer solchen Sozialstruktur in der Ameisenwelt, wo Kolonien typischerweise aus einer Königin, weiblichen Arbeiterinnen und kurzlebigen Männchen bestehen.
Der parasitäre Lebensstil von T. kinomurai
Jahrzehntelang vermuteten Wissenschaftler, dass diese seltene parasitische Ameise nur Königinnen hervorbringt, doch neuere Laborstudien haben dies endgültig bestätigt. T. Kinomurai -Königinnen dringen in die Nester einer verwandten Art, Temnothorax makora, ein und töten die Wirtskönigin und ihre Arbeiterinnen durch Stiche. Sobald sie die Kontrolle haben, vermehren sie sich ungeschlechtlich durch Parthenogenese, indem sie Töchter klonen, ohne sich zu paaren. Entscheidend ist T. Makora -Arbeiter ziehen unabsichtlich die Nachkommen dieser eindringenden Königinnen groß.
Bestätigte Reproduktion im Labor
Forscher der Universität Regensburg züchteten sechs T. Kinomurai -Kolonien in künstlichen Nestern. Im Laufe der Zeit züchteten sie 43 Königinnennachkommen, und eine detaillierte Untersuchung bestätigte, dass es keine Männchen gab. Diesen Königinnen wurde dann erlaubt, in T einzudringen. Makora -Kolonien; sieben übernahmen erfolgreich und brachten weitere 57 rein weibliche Königinnennachkommen hervor.
Evolutionäre Bedeutung: Warum alle Königinnen?
Dieses All-Queen-System ist eine Strategie mit hohem Risiko, da viele Invasionsversuche scheitern. Wenn jedoch nur reproduktive Individuen vorhanden sind, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, neue Kolonien zu gründen, drastisch. Wie Jürgen Heinze erklärt, können Königinnen, wenn sie sich parthenogenetisch vermehren, eine große Anzahl Töchter hervorbringen, ohne dass sie Männchen benötigen, und so das Potenzial für die Gründung von Kolonien maximieren.
„Diese Art kann als letzter Schritt in der Entwicklung des sozialen Parasitismus betrachtet werden und unterstreicht die enorme Flexibilität in der Lebensgeschichte sozialer Insekten.“
Die Entdeckung liefert überzeugende Beweise dafür, dass Ameisen eine extreme soziale Flexibilität aufweisen. Die Entwicklung dieser reinen Königinnenstruktur unterstreicht, wie natürliche Selektion die Fortpflanzungseffizienz begünstigt, selbst auf Kosten konventioneller Arbeiterinnenkasten. Die Erfolgsquote bei Königinnen ist von Natur aus höher, wenn jeder Nachwuchs potenziell eine neue Kolonie gründen kann.





























