Sonne tritt in Ruhephase ein: Erste makellose Tage seit 2022

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Die Sonne hat zum ersten Mal seit über anderthalb Jahren keine Sonnenflecken mehr gezeigt, was darauf hindeutet, dass sich die Sonnenaktivität zu beruhigen beginnt. Dies stellt eine bedeutende Verschiebung dar, da der aktuelle Sonnenzyklus, bekannt als Zyklus 25, wahrscheinlich auf eine ruhigere Phase zusteuert.

Was sind Sonnenflecken und warum sind sie wichtig?

Sonnenflecken sind dunkle Flecken auf der Sonnenoberfläche, die durch starke magnetische Aktivität entstehen und den Wärmefluss unterdrücken. Diese sind nicht nur kosmetischer Natur: Wenn Magnetfelder um Sonnenflecken herum ausbrechen, lösen sie starke Sonneneruptionen und koronale Massenauswürfe aus. Diese Auswürfe schicken dichtes Plasma zur Erde und verursachen geomagnetische Stürme, die Satelliten, Funkkommunikation und sogar Stromnetze stören können. Die Intensität dieser Ereignisse wirkt sich direkt auf Technologie und Infrastruktur aus.

Der 11-jährige Sonnenzyklus

Die Sonne arbeitet nach einem etwa 11-jährigen Aktivitätszyklus. Während des Sonnenmaximums kommt es häufig zu Sonnenflecken und fast täglich kommt es zu Eruptionen. Umgekehrt kann die Sonne während des Sonnenminimums monatelang makellos bleiben. Dieser Zyklus ist nicht vollkommen regelmäßig; Einige Mindestwerte halten länger als andere.

Zyklus 25 erreichte 2024 seinen Höhepunkt

Der aktuelle Zyklus, Zyklus 25, erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 2024. Das letzte Mal, dass die Sonne völlig frei von Sonnenflecken war, war am 8. Juni 2022 – eine Lücke von über 1.355 Tagen. Diese ruhige Zeit könnte jedoch bereits zu Ende sein: Am 24. Februar wurden neue Aktivitäten entdeckt, was darauf hindeutet, dass die fleckenlose Zeit nur von kurzer Dauer war.

Was kommt als nächstes?

Während diese Verlangsamung darauf hindeutet, dass der Zyklus abklingt, wird das nächste Sonnenminimum erst etwa 2030 erwartet. Beim letzten Minimum von 2018 bis 2020 blieb die Sonne 700 aufeinanderfolgende Tage lang makellos. Die aktuelle Flaute sorgt für eine kurze Unterbrechung der Aktivität, aber ob dies auf eine längere Periode weniger Sonnenstürme und Polarlichter hinweist, bleibt ungewiss.

Diese Ruhephase ist ein natürlicher Teil des Sonnenzyklus, unterstreicht aber auch die Unvorhersehbarkeit der Sonne. Während eine ruhige Sonne weniger Störungen für die Erde bedeuten kann, bedeutet sie auch einen geringeren Energieeintrag in die Atmosphäre unseres Planeten, was langfristige Auswirkungen auf das Klima hat.