Der Kosmonaut Sergey Kud-Sverchkov von der russischen Raumstation Roskosmos hat während eines der stärksten geomagnetischen Stürme seit Jahrzehnten atemberaubende Aufnahmen der Polarlichter und Australis von der Internationalen Raumstation (ISS) gemacht. Das Ereignis, das am 20. Januar seinen Höhepunkt erreichte, erzeugte ungewöhnlich lebendige Lichtspiele, darunter auffällige Rottöne neben den typischeren Grüntönen.
Was verursacht Polarlichter?
Polarlichter, oft auch Nord- und Südlicht genannt, sind ein natürliches Phänomen, das durch Sonnenstürme ausgelöst wird – intensive Energie- und Partikelausbrüche der Sonne. Wenn diese geladenen Teilchen mit Gasen in der oberen Erdatmosphäre (hauptsächlich Sauerstoff und Stickstoff) kollidieren, regen sie diese Gase an und veranlassen sie, Licht auszusenden.
- Grün ist die häufigste Farbe, die in tieferen Lagen durch Sauerstoff erzeugt wird.
- Rot erscheint, wenn Sauerstoff in größeren Höhen angeregt wird, und kommt seltener vor.
- Rosa- und Violetttöne stammen aus Stickstoff.
Warum dieser Sturm außergewöhnlich war
Der Sturm, den Kud-Sverchkov beobachtete, war besonders stark und erzeugte Polarlichter, die in ungewöhnlich niedrigen Breiten sichtbar waren. Dies bedeutete, dass Menschen in Regionen, die normalerweise außerhalb der Polarlichtzone liegen (wie Teile der Vereinigten Staaten und Europas), die Lichter mit bloßem Auge sehen konnten.
„Es fühlte sich an, als würden wir buchstäblich in diesem Licht segeln“, schrieb Kud-Sverchkov auf Telegram und beschrieb das immersive Erlebnis aus dem Orbit.
Dieses Ausmaß an geomagnetischer Aktivität ist selten. Während Sonnenstürme im Rahmen des 11-Jahres-Zyklus der Sonne regelmäßig auftreten, sind Stürme dieser Stärke seltener. Die Intensität kann die Funkkommunikation stören und sogar Satelliten beschädigen, obwohl das Erdmagnetfeld uns vor der schädlichsten Strahlung schützt.
Die von Kud-Sverchkov aufgenommenen Bilder bieten eine einzigartige Perspektive auf dieses kraftvolle Naturereignis und verdeutlichen sowohl seine Schönheit als auch seine potenziellen Auswirkungen auf unsere technologische Infrastruktur.






























