Die NASA ist auf dem besten Weg, ihre Mission Artemis 2 innerhalb des nächsten Monats zu starten und damit zum ersten Mal seit über einem halben Jahrhundert die Rückkehr der Menschheit in den Mondraum zu markieren. Der Start, der derzeit frühestens am 6. Februar geplant ist, stellt einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum langfristigen Ziel der Agentur dar, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren.
Missionsübersicht
Die vierköpfige Besatzung – die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Astronaut der kanadischen Raumfahrtbehörde Jeremy Hansen – hat jahrelang ein intensives Training absolviert, einschließlich vollständiger Startsimulationen im Kennedy Space Center (KSC) in Florida. Im Rahmen der Mission werden sie an Bord der Raumsonde Orion, angetrieben von der riesigen Space Launch System (SLS)-Rakete der NASA, eine zehntägige Reise um den Mond und zurück unternehmen.
Die Flugbahn ist auf maximale Sicherheit ausgelegt. Nach Erreichen der Erdumlaufbahn wird die Besatzung die Systeme überprüfen, bevor sie die Oberstufe für eine Translunar-Injektion (TLI)-Zündung zündet. Dieses Manöver wird Orion auf eine „freie Rückkehrflugbahn“ bringen – eine Achterbahn um den Mond, die eine sichere Rückkehr zur Erde garantiert, selbst wenn nach der ersten Verbrennung unerwartete Probleme auftreten.
Ein Programm, das seit Jahrzehnten entwickelt wird
Bei dieser Mission handelt es sich nicht nur um einen weiteren Raumflug; Es ist der Höhepunkt einer fast zwei Jahrzehnte dauernden Entwicklung und einer Investition von rund 50 Milliarden US-Dollar. Bei der SLS-Rakete, der Orion -Kapsel und dem übergreifenden Artemis-Programm kam es seit 2006 zu Verzögerungen und sich weiterentwickelnden Designs, was zu aktuellen Kosten pro Start von rund 4 Milliarden US-Dollar führt.
Der erste unbemannte Testflug, Artemis 1, schickte Ende 2022 erfolgreich eine Orion -Kapsel um den Mond. Schäden am Hitzeschild beim Wiedereintritt führten jedoch zu einer Verzögerung des ursprünglichen Startziels von Artemis 2 im Jahr 2023. Die NASA hat seitdem eine Lösung entwickelt, um ähnliche Probleme zu verhindern.
Blick in die Zukunft: Artemis 3 und darüber hinaus
Während es sich bei Artemis 2 um einen bemannten Testflug handelt, zielt Artemis 3 – geplant für 2027 (allerdings möglicherweise auf 2028 verschoben) – darauf ab, Astronauten auf der Mondoberfläche zu landen. Dabei wird das Starship von SpaceX das erste Human Landing Services (HLS)-Fahrzeug sein. Verzögerungen bei der Entwicklung von Starship haben die NASA dazu veranlasst, darüber nachzudenken, den HLS-Vertrag für alternative Lander zu öffnen, um den Zeitplan zu beschleunigen.
Derzeit konzentriert sich die NASA auf Artemis 2. Die SLS-Rakete und Orion wurden im Oktober bei KSC vollständig zusammengebaut und sollen innerhalb weniger Tage zum Launch Complex-39A ausgerollt werden. Bevor das Startfenster im Februar öffnet, folgen abschließende Systemprüfungen, einschließlich einer kompletten Nass-Generalprobe.
Wie die Pressesprecherin der NASA, Bethany Stevens, am 2. Januar feststellte: „Artemis 2 macht weiterhin stetige Fortschritte, und die Einführung liegt nun in weniger als zwei Wochen.“
Der Erfolg von Artemis 2 ist nicht nur eine technische Errungenschaft, sondern ein entscheidender Schritt zur Verwirklichung einer lang gehegten Vision einer nachhaltigen Monderkundung. Es validiert die Hardware des Artemis-Programms und bereitet die Voraussetzungen für zukünftige Missionen, die die Beziehung der Menschheit zum Mond grundlegend verändern könnten.
