Im Internet wimmelt es von Behauptungen, dass Magnesiumpräparate alles heilen können, von Angstzuständen bis hin zu Schlaflosigkeit. Aber steckt hinter diesen Behauptungen tatsächlich Wissenschaft? Ein kürzlich erschienener Podcast ging dieser Frage nach und bat sowohl Forscher als auch Influencer um Input.
Was bewirkt Magnesium eigentlich?
Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff, der an Hunderten von Körperfunktionen beteiligt ist, darunter Muskel- und Nervenfunktionen, Blutzuckerkontrolle und Blutdruckregulierung. Mangel ist ein echtes Problem, insbesondere in der modernen Ernährung, bei der es oft an nährstoffreichen Lebensmitteln mangelt. Allerdings leiden viele Menschen nicht wirklich an einem Mangel und eine übermäßige Nahrungsergänzung kann zu Nebenwirkungen wie Durchfall oder noch schwerwiegenderen Komplikationen führen.
Die Nahrungsergänzungsmittelindustrie vs. Wissenschaft
Der Podcast verdeutlichte die Diskrepanz zwischen anekdotischen Beweisen (Testimonials von Influencern) und strengen wissenschaftlichen Studien. Während einige Untersuchungen darauf hindeuten, dass Magnesium bei bestimmten Erkrankungen wie Migräne oder Muskelkrämpfen helfen kann, werden die umfassenderen Behauptungen, Angstzustände oder Gehirnnebel zu „heilen“, weitgehend nicht unterstützt. Die Nahrungsergänzungsmittelindustrie lebt von Unklarheiten und vermarktet Produkte oft ohne eindeutigen Wirksamkeitsnachweis.
Wie viel brauchen Sie wirklich?
Experten zufolge besteht der beste Ansatz darin, einer ausgewogenen Ernährung, die reich an Magnesium enthaltenden Lebensmitteln wie Blattgemüse, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten ist, Vorrang zu geben. Nahrungsergänzungsmittel sollten nur unter ärztlicher Anleitung in Betracht gezogen werden, insbesondere bei Verdacht auf einen Mangel. Eine Selbstbehandlung mit hohen Dosen ist unnötig und potenziell schädlich.
Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Magnesium zwar lebenswichtig für die Gesundheit ist, der Hype um Nahrungsergänzungsmittel jedoch weitgehend unbegründet ist. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die Ernährung und konsultieren Sie einen Arzt, bevor Sie mit einer neuen Diät beginnen.






























