Der U.S. Forest Service restrukturiert seine Forschungsaktivitäten drastisch und schließt 57 von 77 Forschungseinrichtungen in 31 Bundesstaaten. Dieser Schritt konsolidiert die wissenschaftliche Arbeit in einem zentralen Büro in Fort Collins, Colorado, und verlagert Feldforscher, was bei den Mitarbeitern Bedenken hinsichtlich möglicher Personalverluste hervorruft. Die Umstrukturierung umfasst auch die Verlegung des Hauptsitzes der Agentur nach Salt Lake City, was Auswirkungen auf 260 Mitarbeiter hat.
Auswirkungen auf die Waldbrand- und Waldgesundheitsforschung
Die betroffenen Forschungsstationen untersuchen kritische Themen wie Waldbrandrisiko, Dürre, Insektenbefall und die Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder. Diese Einrichtungen arbeiten häufig mit Universitäten zusammen und bieten Zugang zu Laboren und Standorten für die langfristige Umweltüberwachung. Ihre Arbeit erstreckt sich auf Holzeinschlagspraktiken, gefährdete Arten und die Waldregeneration nach Bränden.
Einige Bundesstaaten werden von den Schließungen unverhältnismäßig stark betroffen sein: Kalifornien wird sechs Einrichtungen verlieren, Mississippi fünf, Michigan vier und Utah drei. Die Agentur wird außerdem alle neun Regionalbüros auflösen und die Verwaltung der 154 nationalen Wälder in weniger Verwaltungszentren konzentrieren.
Personalabbau und Effizienzsteigerungen
Die Umstrukturierung geht mit einem erheblichen Personalabbau im Forstdienst einher. Aus einem Bericht eines Generalinspektors vom Dezember geht hervor, dass die Behörde im ersten Halbjahr 2025 5.860 ihrer 35.550 Mitarbeiter verloren hat. Diese Kürzungen sind sowohl auf das von Elon Musk geleitete Department of Government Efficiency als auch auf freiwillige Vorruhestandsprogramme zurückzuführen.
Der Forstdienst verwaltet 193 Millionen Hektar Wald und Grasland, darunter sowohl kommerziell abgeholzte Gebiete als auch geschützte Wildnis. Das Ausmaß dieser Veränderungen wirft Fragen über die Zukunft der langfristigen Umweltforschung und die Fähigkeit der Agentur auf, auf wachsende Bedrohungen wie Waldbrände und Klimawandel zu reagieren.
Die Zusammenlegung von Forschungs- und Verwaltungsfunktionen zielt darauf ab, Abläufe zu rationalisieren und Kosten zu senken. Die Auswirkungen auf die wissenschaftliche Kapazität bleiben jedoch ungewiss, da viele Forscher befürchten, dass der Schritt zu Abgängen führen und laufende Studien behindern wird.
Letztendlich stellt diese Umstrukturierung einen erheblichen Wandel in der Art und Weise dar, wie der Forstdienst Forschung und Management angeht und der Effizienz Vorrang vor lokalem Fachwissen einräumt. Dies gibt Anlass zur Sorge hinsichtlich möglicher langfristiger Folgen für die Waldgesundheit, die Waldbrandvorsorge und den Erhalt der Artenvielfalt.
